Lindenberger Carneval-Club - LCC

 

 

 Lindenberger Carneval-Club „Die Lindenritter“
Ein Sommerabend im Park 2016

        

 

Rathauserstürmung am 11.11.2016

 

  

 Jubiläumsfeier 50 Jahre
 

 

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 Mit einem Festabend und Ordensfest in der Turnhalle feierte der Lindeberger Carneval-Club „Die Lindenritter“ sein 50jähriges Bestehen. Sitzungspräsident Stefan Trautnitz und die 1. Vorsitzende Andrea Hust hießen eine Reihe von Ehrengästen und befreundete Vereine willkommen, darunter auch zahlreiche Vertreter aus der Politik. Ein besonderer Willkommensgruß galt Ehrenritter Hermann Risch, das einzige noch lebende Gründungsmitglied zusammen mit seiner Frau Ludwina. Der Jahresorden stellt zwei Gardemädchen in grün-weiß dar mit der Umschrift: „1967 – 2017: 50 Jahre Spaß und Freud, in der 5. Jahreszeit – Lindenberger Carneval-Club Die Lindenritter“.

Dank sagte die Vorsitzende allen Mitgliedern und Helfern in all den Jahren, ohne deren Mitarbeit vieles nicht möglich gewesen wäre. Dankesworte galten auch der Gemeinde und den ortsansässigen Vereinen für gewährte Unterstützung. Stolz war sie auf zwei neue Träger des Goldenen Löwen der Vereinigung Badisch-Pfälzischer Karnevalvereine für 22jährige aktive Tätigkeit, Udo Veth und Dirk Veth.

In seiner Laudatio auf den LCC versicherte Ortsbürgermeister Reiner Koch,  dass er spontan zugesagt habe, die Laudatio zu halten, obwohl er so etwas noch nie gemacht habe, und es ist ihm bestens gelungen. Sein besonderer Gruß galt Hermann Risch, zu dem er wörtlich sagte: „Lieber Hermann, du und deine Freunde, deine Nachfolger und die jetzige Generation an Narren haben uns Lindenberger und viele Gäste immer wieder zum Lachen gebracht, dafür einen herzlichen Dank an dich und deine Freunde Hans Fickert, Fritz Schmid und Jan Lessjuk, dafür dass ihr den Mut hattet diesen Verein zu gründen“.

Gegründet wurde der Lindenberger Carneval-Club  im Nebenzimmer des Gasthauses „Zum Schiff“, in dem auch lange Jahre die Sitzungen stattfanden. Somit hat der LCC seinen festen Platz in der Gemeinde gefunden. Anfänglich hatte es geheißen, der Verein würde sich nicht lange halten, doch entdeckten immer mehr Mitbürger ihre komödiantische Ader und stellten sich auf die Bretter,  die die Welt bedeuten. Es sei schon immer eine Stärke des LCC gewesen, das Programm mit Leuten aus dem Dorf zu bestreiten, auch die Kostüme und Kulissen selbst zu fertigen. Das Programm sei so gut gewesen, dass sogar drei Prunksitzungen in einer Kampagne geboten wurden. Und die Garde des LCC wurde bekannt „wie ein bunter Hund“. Dafür lobte Koch die fleißigen Helfer auch im Hintergrund und sagte wörtlich: „Ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass damals Legenden geboren wurden“.

Menschen zum Lachen zu bringen sei die höchste Kunst der Unterhaltung, denn wer lache ist glücklich und das ist das Schönste im Leben meinte er. Der LCC schaffe dies seit jetzt 50 Jahren immer wieder, davor ziehe seinen Hut. Auch wenn der LCC, wie im Übrigen jeder andere Verein auch, mit nicht nur zwischenmenschlichen Problemen zu kämpfen hatte, habe er es immer wieder geschafft, das Narrenschiff auf Kurs zu halten. Es sei den Verantwortlichen gelungen, immer wieder junge Leute für die Fasnacht zu begeistern, hat diese im Verein integriert und auch deren Vorstellungen von Fasnacht mit ins Programm aufgenommen. Der LCC schaffe es auch in diesem Jahr wieder, zwei Prunksitzungen und eine Kinderprunksitzung vor ausverkauftem Haus auf die Beine zu stellen.

Prunksitzung des LCC am 28.01.2017 

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Auch in ihrer 50. Kampagne schafften es die Aktiven des Lindenberger Carneval-Clubs „Die Lindenritter“, ihre närrischen Untertanen bei ihrer ersten Prunksitzung über fünf Stunden lang restlos zu begeistern, ihre närrischen Darbietungen zeigten, wie viel Mühe sich die Aktiven bei der Programmgestaltung gemacht hatten. Zündende Büttenreden, Gardetänze, Zwiegespräche und allerlei Klamauk sorgten für ausgelassene Stimmung in der närrischen Narrhalla, wo Sitzungspräsident Stefan Trautnitz seine närrischen Untertanen begrüßte. Für die musikalische Unterhaltung sorgte das Duo Fair Play in gewohnt heiteren Weise.

Sozusagen zur Aufwärmrunde zeigte das Männerballett „die Iboier Tritsche“ einen gekonnten Tanz mit originellen Kostümen. Der Gemeinschaftstanz der Mariechen, Lina Wagner und Marlen Greif, zog die erste Rakete des Abends nach sich. Protokoller Bodo Düker, der auch den Jubiläumsorden zusammen mit seiner Frau entworfen hat, zeigte die einheimischen und großen Geschehnisse in gereimten und wohlüberlegten Worten auf. Der Brexit in England sei ein Schlag ins Gesicht von Europa, Kritik gab es auch bei der Fußball-EM, wo es kein Happy End für Deutschland gab, besorgt zeigte er sich auch über die Show in Rio mit immensen Kosten. Er lobte den neuen Minipfad bei der Bushaltestelle, ebenso das Pflanzen einer neuen Dorflinde beim Spielplatz.

Die Purzelgarde des LCC überzeugte mit ihrem gelungenen Schautanz, man konnte sehen wie viel Spaß ihnen ihr Auftritt machte. Andreas Knoll drehte mächtig auf als „Margret vun de Hauptstroß“, meinte unter anderem „ich bin nimmie die, die ich mol war, weil ich alles vergess“. Der erste Lack sei ab, er werde sich aber keine Sorgen machen, sondern seinen Humor bewahren. Einen excellenten Tanz zeigte im Anschluss das Junioren-Tanzmariechen Lina Trautnitz in traditionellem grün-weißen Outfit und erhielt als verdienten Lohn eine Rakete.

Nicolaus Müller bestieg als „Saarländischer Student“ die Narrenbühne und überzeugte mit zum Teil excellenten und deftigen  Pointen. Seine Erlebnisse in der Uni sorgten für schallendes Gelächter, unter anderem auch die Überlegungen, wer den menschlichen Körper erfunden hat und nicht zuletzt mit seiner Schlussfolgerung, dass er den Scheiß-Dialekt schon übernommen habe. Eine Augenweide war der Auftritt des Tanzpaares Julia und Andreas Knoll, tosender Applaus war ihr verdienter Lohn. Einen ebenso perfekten Tanz legte die Juniorengarde auf die LCC-Bühne und verabschiedete das Publikum in die Pause.

Ein Höhepunkt der Prunksitzung war das Halbzeitbild der LCC-Aktiven unter dem Motto „1001 Nacht“ nach einer Idee von Carmen Trautnitz. Der Auftritt in den originellen und phantasievollen Kostümen war eine wahre Augenweide, vor allem der orientalische Basar mit der Versteigerung von attraktiven Frauen entlockte den Zuschauern wahre Beifallsstürme. Als Profis in der Narrenbütt überzeugten Andrea Hust und Stefan Trautnitz mit ihrem Zwiegespräch von der verspäteten Hochzeitsreise, die Erlebnisse in den Bergen, am Strand und einem letzten Halt auf der Reeperbahn brachten delikate Geheimnisse an den Tag. Eine Augenweide war der Gardetanz der „Burgfunken“, dem Aushängeschild des LCC, der Lohn eine verdiente Rakete. Die Mädchen und Dominik Trippner wussten dem anspruchsvollen Publikum so richtig zu gefallen. „Haardtbeat light“ von Stefan Trautnitz, Mario Bissinger und Wolfgang Walther brachten noch einmal Hochstimmung den Saal, obwohl es mittlerweile schon nach Mitternacht war.

Das Damenballett in weiß-rot-schwarzer Bekleidung  überzeugte die Zuschauer, sie brachten mit ihrer flotten Musik und ausgezeichnetem Tanz noch einmal richtig Leben auf die Bühne. „Der Fasnachtscoach“ war das Thema des Zwiegespräches zwischen Yannik und Rüdiger Grimm, wie man die Choreografie für einen Vortrag erarbeitet und musikalisch umrahmt sorgten für Gelächter, ebenso das Fischen in der Eissporthalle. Eine schon akrobatische flotte Darbietung war der Auftritt des Tanzmariechens Vanessa Friederich und schließlich sorgte das Männerballett ihrer „Misssion to Mars“ für einen grandiosen Höhepunkt einer hervorragenden Veranstaltung.

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